Mit der Zeit in deinem Gepäck reist du ab

Ich durchstreife die Wege deines Antlitzes,
du Frau, die mir einmal das Liebste war.
Ich fragte nach meinem alten Hotel
und nach dem Strand, an dem ich meine Zeitungen kaufte
und die Lose, die keinen Gewinn brachten.
Doch ich fand weder das Hotel, noch den Kiosk
und erfuhr, daß nach deiner Abreise,
die Zeitungen aufgehört hatten zu erscheinen.
Es scheint, als wäre die Stadt weggezogen
samt ihren Gehsteigen.
Die Sonne hatte die Nummer ihres Postfaches geändert.
Die Sterne, die wir im Sommer gemietet hatten,
sind wieder frei geworden.
Man sah, daß die Bäume ihren Platz geändert hatten,
die Vögel samt ihren Kleinen und den klassischen Schallplatten
ausgewandert waren.
Und das Meer warf sich ins Wasser und starb.

-Nizar Qabbani-

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.